Roman Mandolin

Sicher hat man schonmal die Rückseite einer Embergher-Mandoline gesehen. Dort sind die einzelnen Späne alle ausgehöhlt worden. – „curved“.
Ich habe mich immer weider gefragt, wie man das macht. – nun gibt es ein Videos, die 2 Möglichkeiten zeigen, – einfach mit einem sehr kleinen runden Zieheisen – oder mit speziellen breiten Sägen / Feilen.
Das Video ist von Brian Dean mit dem Zieheisen:

Hier zu Youtube

 

oder mit den runden Sägen oder grobe Feilen, mit denen das dann doch schneller geht.

Hier geht es zum Video bei Youtube

 

Vermutlich erfolgt die grobe Arbeit mit den breiten Sägen und die Feinarbeit mit dem Zieheisen.

Danke an Youtube *-)

Endlich ein Pickup für meine Mandola

Nachdem ich mit verschiedenen Pickups und Mini-Mikrofonen experimentiert habe, habe ich bei ebay-Kleinanzeigen nach einem Schertler-BASIK ausschau gehalten. Dieser Pickup ist von der Anwendung wie ein Piezo-Kontakt-Pickup zu verwenden. – aber ohne die vom Piezo bekannten spitzen Höhen. Soviel zur Theorie.

Der  Pickup wird mit einer Knetmasse auf der Decke – ich vermute es geht auch unter der Decke – fixiert. Dieser Knetgummi ist grün und soll sich Rückstandslos entfernen lassen -> nein das kann er leider nicht. Auf meiner Schelllack-Decke kann man deutlich die Position sehen. .. da steht eine Nachpolitur an.

Der wichtigste Punkt bei der Nutzung des Pickups ist die Position an der man ihn aufklebt. Man muss verschiedene Positionen testen bis man ein akzeptables Ergebnis erhält. Bei der Mandola war nur zwischen Steg und Schalloch ein guter Klang zu entlocken. Bei der Mandoline stört der Pickup an dieser Position aber deutlich das Spiel mit dem Plektrum, daher muss der Pickup auf jeden Fall aus dem Bewegungsbereich der rechten Hand raus bleiben.

Das Kabel sollte man irgendwie am Korpus befestigen, denn jede Bewegung verursacht eine Vibration am Pickup und somit Geräusche. Hier muss ich dringend auf eine Eingebaute Lösung wechseln, – Pickup unter die Decke und eine Buchse im Instrument verwenden.

Der Schertler Basik ist ein aktiver Pickup und benötigte eine externe Speisespannung, die bei meinem Modell durch eine externe AA – Mignon-Batterie in einem kleinen Plastik-Gehäuse mit Elektronik bereit gestellt wird. Die Ausgangsleistung ist nominell ausreichend um direkt in einen Verstärker oder Mischpult zu gehen. Eine weitere Vorverstärkung ist nicht notwendig.

Hier die optimale ermittelte Position auf meiner Mandola…

Als Verstärker verwende ich atuell einen Boss Streetcube mit 2×2 Watt .. aber laut ist er!

Aus einer Gitarrenlaute wurde ein Mandoloncello – Bautagebuch

Meine Mandoline ist zu 99% fertig, das Feintuning fehlt noch. Wenn es soweit ist, werde ich auch ein paar Hörproben hier posten.
Mein Ziel, mehr über Mandolinen, Musik  und den Mandolinenbau zu publizieren komme ich so langsam etwas näher. Wie man an meiner Mandoline und Mandola sehen kann, muss man das Handwerk nicht unbedingt erlernt haben um sich ein einfaches Instrument zu bauen –  man könnte auch sagen, dass es einfach Glück war. Aber mit dem Hobby bin ich nicht alleine. Sogar schon im Pre-Internet-Zeitalter, in dem es viel schwieriger war,  an all die Informationen zu gelangen, wurden Mandolinen von Laien gebaut.

Aus dem Nachlass von Friedrich Kroeber, der leider Anfang des Jahres (2012) verstorben ist, konnte ich einige Bautagebücher übernehmen.

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Mandola selber bauen, – fertig

Meine Mandola ist mit Anfang der Sommerferien fertig geworden.

(Bildergallerie)
Die Endarbeiten waren, – Schellackpolitur (2 Wochen) und Montage der Mechanik, Saiten aufspannen und abwarten. Ich dachte, das Instrument würde sich noch etwas richten und habe erstmal den Steg und Sattel nur minimal bearbeitet, so dass die Saitenlage erstmal viel zu hoch war. Nach einer Woche habe ich dann die Saitenlage herunter gezogen. Einige Bünde (10,11,12) waren nicht sauber, also musste der 13. Bund herunter gezogen werden, denn er stand etwas zu hoch. Der Bund war nicht tief genug eingepresst, .. also nochmal nachpressen und nachfeilen.
Bünde polieren… und Saiten wieder drauf. Das Abrichten hat dann nochmal einen Abend gekostet, denn jedesmal werden die Saiten entspannt, .. dann ist auch der Saitenhalter lose und nach dem Abrichten einzelner Bünde werden die Saiten wieder richtig in Stimmung gebracht und getestet, ob die Maßnahme Erfolg hatte.

Fertige Mandola
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Bilderserie zum Bau einer Rundbauchmandoline (Calace / Suzuki) (3/2011)

Am Dienstag Abend hatte ich endlich nochmal Zeit Herrn Kroeber zu besuchen. (Artikel vom 31.3.2011)
Dabei konnte ich dann ein paar Photos mit der Handy-Kamera machen.

Ich hoffe, dass ich die Serie chronologisch – oder wenigstens sinngemäß zusammengestellt habe. Die Bilder sind soweit selbsterklärend, wenn man die Pläne aus dem Artikel Bau einer Rundbauchmandoline gelesen hat. ( http://www.mandolinen-museum.de/mm/?p=374)

Die Späne werden auf dem Model aneinander und auf den Holzklotz und Halsfuß geleimt.

Model mit Spänen

Nägel können nur in dem Bereich verwendet werden, der später verdeckt oder wie das Ende des Halsfußes dann abgesägt wird.
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Nun baue ich mir meine Mandola selbst (3)

Halsrohling und Zargen sind vorgebogen und abgelängt.
Der Halsrohling besteht aus Mahagoni, der Halsfuß wurde aus mehreren Lagen geleimt.
Eine Verstärkung des Halses haben wir erstmal nicht vorgesehen.

In den spanischen Halsfuß werden die Zargen reingesteckt und verleimt.

Hals und Zargen

Nun ist auch der untere Block eingeleimt und der Halsfuß passend gemacht worden.

 

Klotz eingefügt

 

Halsfuss Plan

Die Mandola erhält einen spanischen Halsfuß.
Der Schlitz „a“ in den Halsfuß wird aber nicht im 90Grad-Winkel durchgeführt, sondern leicht schräg gesetzt, so dass der Hals leicht nach hinten gekippt werden kann.
Der Winkel „b“ des Schlitzes entsteht durch die gerade Weiterführung der Zargen.
In der untersten Ansicht, sieht man, dass die Mittellinie des Schlitzes um 5 mm versetzt ist.

 

Den Schlitz kann man mit einem dickeren Sägeblatt sägen.

 

Wiki-Leaks, – Pläne und Schablonen für eine Bauchmandoline, … die ersten im Internet?

Geheimnis gelüftet?

Ein Hobbyinstrumentenbauer aus Köln hat mir seine Schablonen und Pläne zum Bau einer Mandoline im Stil einer Calace von 1911 zum frei zur Verfügung gestellt.

Ein paar Fragen sind  noch offen und werde diese bei Herrn Kroeber noch klären. – sobald die Punkte geklärt sind, werden hier wohl die ersten Pläne einer Bauchmandoline im Stil einer Calace von 1911 im Internet zur Verfügung stehen.

Herr Kroeber hatte damals eine alte Calace und hat diese dann als Vorlage verwendet und dann die Calace verkauft.
Dazusagen muss man, dass Herr Kroeber einige Gitarrenbaukurse, u.A. bei Romanillos besucht hatte und auch das Vorgehen als Werkzeugmacher genau geplant hatte.

Weiteres wird folgen…

Herzlichen Dank schonmal an Herrn Kröber!

Unter dem Link findet man eine Auflistung der Pläne!

http://www.mandolinen-museum.de/mandolinen/kroeber/calace1911/index.html

Baupläne für Mandolinen

Nachdem ich den Plan meiner Mandola hier zur Verfügung stelle, kam die Frage auf, ob es noch weitere Pläne gibt.
.. von meiner Seite aktuell nicht, – aber im WEB finden sich immer Plätze.

weiteres werde ich hier anhängen..