Avi Avital in Milstedt am 8.8.2014 … leider zu spät

Während unseres Urlaubs in Kärnten las ich, dass Avi Avital in Milstedt, – ca. 20 Minuten von unserem Urlaubsort entfernt ein Konzert gibt.
.. an dem Tag, an dem wir abreisen müssen …. ‚!+ei+!!##!!#!**!!

… hatte ich leider wieder nicht rechtzeitig auf dem Schirm. Nach dem Konzert hätte es noch eine freie Jam-Session mit ihm gegeben. … verdammt. Ich benötige eine einfache Mandoline, die ich immer mitnehmn kann.

Hier ein interessantes Video von ihm auf Youtube:

https://www.youtube.com/watch?v=2YAqneN1i8E

Die ARD hat ein sehr schönes Portrait über ihn erstellt:

http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/videos/wie-avi-avital-mit-der-mandoline-die-konzertsaele-erobert-100.html

 

 

Meinel & Herold Mandola

Vor ein paar Jahren habe ich die folgende Mandola geschenkt bekommen und restauriert. Sie hatte jahrelang im Keller gelegen und war in einem schlechten Zustand.
Auf der Kopfplatte gab es noch ein Blechschild „MEINEL & HEROLD Musikinstrumentenfabrik und –vertrieb Klingenthal/Sa.“ welches ich aber nicht mehr angebracht hatte.

Die Muschel war wohl schonmal früher gerissen und jemand hatte sie kurzer Hand mittels Epoxy oder einem Zweikomponentenkleber geklebt. Dabei hatte man augenscheinlich nicht darauf geachtet, dass die beiden Seiten des Risses nicht sauber aufeinander paßten.

Ich hatte 2 Möglichkeiten, a) die Reparatur zu ignorieren – oder b) den Riss zu öffnen, das Holz zu ersetzen. .. .ich war etwas fault und habe a) gewählt.

Damit der Riss mit dem Material nicht mehr sichtbar war, habe ich den Korpus dunkel und etwas rustikal lasiert.

Folgendes wurde erneuert:

– Lack, alten Lack mittels Ziehklinge abgezogen.
– Bünde
– Mechanik ( von ebay, m-g-p)
– Saiten (Thomastik, oder Lenzer), weich
– Saitenhalter (alter gleichwertiger Saitenhalter aus Sammlung)
– Der Hals wurde um mehrere Millimeter dünner gemacht, so dass er nicht mehr dreieckig, sondern hinten runder ist.

 

Hier kann man den Korpusriss deutlicher erkennen.

Das Instrument wird heute von meinem Sohn genutzt und hängt in seinem Zimmer, – jederzeit griffbereit.

Im Gegensatz zu meiner selbst gebauten Mandola ist diese Mandola sehr sehr leise.

Bei Ebay war das gleiche Modell 2008 bis 2009 öfters zum Kauf angeboten worden. Den geforderten Preis von ca. 350 Euro hätte ich für meine Mandola auch nach der Restaurierung nicht gezahlt, denn der Klangunterschied zu aktuellen Modellen ist zu groß. Im Orchester bin ich mit dem Instrument untergegangen.

Der Fertigungszeitraum des eBay-Instruments wurde von einem Fachmann auf zw. 1925 – 1940 geschätzt.

Beim Lack bin ich heute vollständig auf Schellack umgestiegen, so dass ich heute gerade die Decke wesentlich schöner hinbekommen hätte. Der neue Lack hatte nicht sauber auf der alten Decke gehaftet.

 

Herwiga Waldzither oder doch schon eine „Nordic Mandola“ ? – sie ist gerettet

Das hier dargestellte „Mandola-Cello“ hat einen neuen Besitzer gefunden, – bitte keine Angebote mehr!

Bisher hatte ich noch keine Waldzither von Herwiga gesehen. Dieses Modell verfügt über exakt den gleichen Bauch wie die bekannteren Konzert-Mandolen.
Hubert Stoffels wurde vom Besitzer gebeten, die Waldzither mit 9 Saiten auf 8 Saiten umzubauen – um sie dann besser verkaufen zu können. …  das wäre aus meiner Sicht zu schade.

Ein Riss im Korpus wurde vom Besitzer geleimt, – könnte aber schöner gemacht werden.

Das Griffbrett ist mit den 2 überstehenden Bünden ein einem Stück ausgeführt. Nur die 9.-Saite wird einzeln über diese Bünde geführt. Möglichkeiten zum Abdrücken der 9. Saite, – so wie man es von der Nordic mandola kennt müßte man selbst implementieren.Die Decke der Waldzither ist ok.
Schön ist dieser Fund für mich, denn so kann man aufzeigen, dass das Thema „Nordic Mandola“ mit der Griffbretterweiterung nicht neu ist!

Falls Sie die Waldzither vor einem Umbau zu einer Mandola retten wollen, – sprechen Sie Hubert Stoffels in Niederzier einfach auf den Anrufbeantworter, – er ruft zurück. .. steht im Telefonbuch. *-) Stand 9.9.2011 ist es noch eine Waldzither. .. Sie kennen den Unterschied zwischen Bulle und Ochse?
… und so wird es wohl bleiben.

Der Käufer hatte etwas mehr zeit in die Recherche investiert. Es handelt sich um ein Mandola-Cello, gestimmt wie eine Mandola plus einer tiefen C-Saite.

 

Wer sich direkt eine neue Herwiga Mandola bauen lassen möchte wendet sich einfach an den Instrumentenbauer Knorr.

 

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Woll Solista Bilder

In der letzten Zeit gab es mit anderen Instrumentenbauern immer wieder die Diskussion um die optimale Form der Mandoline, Unterschiede zwischen den Bauformen insbesondere der neuen deutschen Mandoline, die aktuell unter den deutschen Solisten, – auch international die Spitze darstellt.

Amerikaner bevorzugen ihre A- und F-Flatbacks, Holländer und Belgier eher die Embergher.

Die Besonderheiten der neuen deutschen Mandoline  in der Kurzübersicht:

– größeres Korpusvolumen

– breiteres Griffbrett

– halbrunder Halsquerschnitt wie bei Gitarren, keine Dreiecksform wie bei alten italienischen Mandolinen

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Bilderserie zum Bau einer Rundbauchmandoline (Calace / Suzuki) (3/2011)

Am Dienstag Abend hatte ich endlich nochmal Zeit Herrn Kroeber zu besuchen. (Artikel vom 31.3.2011)
Dabei konnte ich dann ein paar Photos mit der Handy-Kamera machen.

Ich hoffe, dass ich die Serie chronologisch – oder wenigstens sinngemäß zusammengestellt habe. Die Bilder sind soweit selbsterklärend, wenn man die Pläne aus dem Artikel Bau einer Rundbauchmandoline gelesen hat. ( http://www.mandolinen-museum.de/mm/?p=374)

Die Späne werden auf dem Model aneinander und auf den Holzklotz und Halsfuß geleimt.

Model mit Spänen

Nägel können nur in dem Bereich verwendet werden, der später verdeckt oder wie das Ende des Halsfußes dann abgesägt wird.
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Wiki-Leaks, – Pläne und Schablonen für eine Bauchmandoline, … die ersten im Internet?

Geheimnis gelüftet?

Ein Hobbyinstrumentenbauer aus Köln hat mir seine Schablonen und Pläne zum Bau einer Mandoline im Stil einer Calace von 1911 zum frei zur Verfügung gestellt.

Ein paar Fragen sind  noch offen und werde diese bei Herrn Kroeber noch klären. – sobald die Punkte geklärt sind, werden hier wohl die ersten Pläne einer Bauchmandoline im Stil einer Calace von 1911 im Internet zur Verfügung stehen.

Herr Kroeber hatte damals eine alte Calace und hat diese dann als Vorlage verwendet und dann die Calace verkauft.
Dazusagen muss man, dass Herr Kroeber einige Gitarrenbaukurse, u.A. bei Romanillos besucht hatte und auch das Vorgehen als Werkzeugmacher genau geplant hatte.

Weiteres wird folgen…

Herzlichen Dank schonmal an Herrn Kröber!

Unter dem Link findet man eine Auflistung der Pläne!

http://www.mandolinen-museum.de/mandolinen/kroeber/calace1911/index.html

Nun baue ich mir meine Mandola selbst (1) (Mandola-Plan zum Download)

Mein Lieblingsinstrument, eine frühe Seiffert-Mandola, habe ich nur als Leihinstrument. Da ich mit dem Hausbau fast fertig bin, hab ich mir direkt ein Nachfolgeprojekt gesucht. Eigentlich wollte ich die Mandola irgendwann 2011 mal 1:1 nachbauen. Auf der Suche nach Tonholz (Tonewood) bin ich im Web auf die Workshops von Felix Reuter (http://www.gitarre-selber-bauen.de) gestoßen.
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Seiffert Mandola

Das ist die Seiffert-Mandola, die ich aktuell von Elke Limbach geliehen habe und nun als Vorlage für eine eigene Mandola verwende.
Auf dem Instrument spiele ich nun seit 2009 im Mandolinenorchester Hennef-Kurscheid.

Das Instrument ist sehr ähnlich wie eine Gitarre gebaut. Decke und Boden verlaufen nahezu parallel mit ca. 10cm Abstand.
Die Mensur beträgt ohne Kempensation 46,00cm (12.Bund bei genau 23,00 cm).

Der Schlagschutz ist nur aufgeklebt und nicht als Einlegearbeit ausgelegt. Bei meiner Mandola werde ich eine transparente Variante (Displayschutz für Mobiltelefone) verwenden, die nur statisch haftet.

Einige Ausschnitte
Einige Ausschnitte
Seiffert Mandola, Decke
Seiffert Mandola, Decke
Seiffert Mandola, Rückseite

Deutsche Rundbauch-Mandolinen

Die hier beschriebenen Mandolinen stellen eine eigene Art des Mandolinenbaus dar, der in der Formgebung etwas an die Banjos erinnert. Der Korpus ist ähnlich dem Kessel eines Banjos konstruiert und weicht deutlich von dem einer (optisch ähnlichen) Domra ab.

Neben den äußerlichen Ähnlichkeiten zu einem Banjo wurde auch eine Verstrebung zwischen Halsfuß und Klotz (der Klotz, an dem Gurtpin und die Saitenhalter hängen) verspannt. Diese Verstrebung sorgt für eine bessere Statik und längere Haltbarkeit der Decke, ohne den Saitendruck auf den Steg zu verändern. Die Mandolinendecke sind 2 Kräften ausgesetzt, a) die kraft auf die Decke durch den Saitendruck auf den Steg über den die Saitenschwingungen übertragen werden sollen, und b) in Längstrichtung durch den Saitentzug. Die Kraft des Saitenzugs soll durch die Verstrebung vermindert werden.

Bauanleitung für diese Mandolinen bekam der Hobby-Mandolinenbauer Hubert Stoffels von einem anderen Ibnstrumentenbauer mit dem Namen Hübert aus Kamen-Heeren (Stadt Kamen).
Ebenfalls baute der Mandolinenlehrer von Hr. Stoffels, Herr Maßen aus Pier (Gemeinde Inden) auch diese Mandolinen.
Auch baute der Instrumentenbauer Herr Kröber (Köln) diese Mandolinen.
Die Bauphase der Mandolinen von Hubert Stoffels, die hier dargestellt werden, war ca. 1992 – 1995.

Die Mandolinen von Hubert Stoffels sind teilweise nach Herringen in ein Zupforchester gegangen und werden dort heute noch gespielt.
Im großen „Zupforchester-Band“ sind einige seiner Mandolinen abgebildet.
Nach gleichen Muster hat er auch eine Mandola entwickelt und wird heute im Zupforchester-Herringen gespielt.

Bilder einer Rundbauchmandoline