Was macht man mit der Mandoline im Karneval?

… natürlich Karnevalsmusik.
Ja, – wir wohnen am Rhein, in Bonn-Oberkassel und da wird eben auch Karneval gefeiert.
Die Idee, die Mandoline im Zug mitzunehmen und bei Gelegenheit mal ein paar Lieder zu spielen kam kurzfristig, – so 2 Stunden vor dem Zug.
Natürlich wollte ich kein „gutes“ Instrument mitnehmen, sondern hab mir mittels Kabelbindern eine einfache Stagg-Mandoline ganz fest mit einem Gurt verbunden. Fest steht, dass die Mandoline nächstes Jahr wieder mit muss.


(Photograph: Adler, http://gallery.me.com/adler29)

Einrichtig guter Mandolinenspieler ist immer noch Hans Süper.

In einigen Youtube Videos ist zu erkennen, wie er auf seiner Mandoline verschiedene Lieder begleitet.
Zum Zuhören einfach fantastisch, … aber das Nachspielen ist schon schwieriger.
Das Lied „De Fleech“ (die Fliege) vom Colonia Duett ist öfters im WEB als Video zu finden und liefert einen kleinen Einblick in Hans Süpers Spieltechnik…. zu beachten ist, dass er mit der linken Hand auch mit dem Daumen auf der G-Saite ständig Wechselbässe greift. Auch muss man die Notwendig von vollständigen Akkorden mit Grundton, Terz und Quinte vernachlässigen, – „Powerchords“ gehen eben auch im 3/4tel-Takt und alle Schunkeln dazu. In einem Interview zu seinem 75. Geburtstag erklärte Hans Süper, dass er sich die Mandoline selbst beigebracht hatte. ..  er hatte früher andere Saiten aufgezogen, denn die hohe E-Saite war ihm zu hell und das Daumenspiel hat er sich auch so angewöhnt.
.. und Noten lesen kann er auch nicht. … macht alles aber nix!!

Einige kleine Akkordfolgen habe ich in Noten gefaßt und stelle sie hier zum Download bereit.
Falls jemand mehr von Hans Süper hat, würde ich mich über zusätzliches- oder besseres Material zur Analyse freuen. Hier die Datei als PDF  Hans_Sueper_Beispiele

Gruß
Erich

RockPop-Stücke auf der Mandoline – aber die Noten??

Tja, entweder hat man ein gutes Gehör und kann die Stücke direkt mitspielen, oder … man sucht sich die Stücke im Internet (Google).
Neben Songtexten mit Akkorden drüber gibt es im Internet viele Stücke als GuitarPro-Files, die man leicht mit der Software GuitarPro5 oder mit der kostenlosen Variante Tuxguitar öffnen und nachbearbeiten kann.
Meine bisherigen Versuche haben ergeben, dass 50% der Dateien nur eine bis 3 Spuren enthalten, die man dann für die Mandoline oder eigene Besetzung der Band anpassen muss.
Beiden Tools ist gemein, dass sie ein „besonderes“ Notenbild liefern.

  • Notenschlüssel und Tonart (Kreuze, B-chen) gibt es nur einmal am Anfang der Partitur
  • Einige Sachen wie Lautstärkeangaben gibt es nicht oder werden als hellere und dunklere Noten dargestellt, fff oder ppp oder forte und piano wären hilfreicher
  • Tonarten wie Gm (moll) mit einer großen Septime werden falsch interpretiert und so wird aus einem richtigen Fis erstmal ein Ges, … weil man ja gerade eine Durart mit B-chen hat… nicht so toll und besonders anstrengend bei er Korrektur.

Nun kommt aber der Gag:
Man kann bei beiden Tools, besoners gut beim GuitarPro5, die ausgewählte Spur bearbeiten und vollständig transponieren, die Anzahl der Saiten und Stimmung des verwendeten Instruments bestimmen und somit das Tool die Übertragung von Tabulaturen von Gitarre hin zu Mandoline übergeben.
Anschließend kann man noch die Griffe optimieren lassen und sich alles per MIDI-Sound oder RSE-Sound ausgeben lassen…. sehr praktisch. Ihr werdet schon sehen: von alleine funktioniert das nicht durchgängig und man muss manuell nacharbeiten.

Wem das Notenbild noch nicht gefällt exportiert die Noten als MusicXML-Datei, … Fis werden aber wieder zu Ges…. und importiert die MusicXML-Datei dann wieder in ein neues Tool „Muse“, welches kostenfrei zum Download verfügbar ist. Hier kann man dann nicht Votragshinweise wie piano etc. sauber eintragen und die Partitur direkt für alle Einzelstimmen separieren lassen.

Fazit: Noten suchen im Guitar Pro format (Dateiextensions sind .gp3, gp4)
Dateien in Tuxguitar oder GuitarPRo reinladen und transponieren und auf die Mandoline umformen. Bei Bedarf dann Ergebnis als MusicXML exportieren und in Muse importieren. Falls Ihr Euch schon in anderen Tools wie Finale eingearbeitet habt – kein Problem, Finale kann wohl auch MusicXML importieren.

Viel Spaß beim Download der Tools und der Suche nach Rock- und Pop-Stücken im GuitarPro-Format ….. und immer auf das Copyright achten!

Gruß
Erich

How High The Moon – Jazz auf der Mandoline

Hi,

letztes Jahr hatte ich das Don Strinberg – Trio mit How High The Moon gehört und fand den Titel auch reif für Jugend Musiziert, als Jazz-Standard für meinen Sohn Konrad.

Konrad (Mandoline) und Niklas(Gitarre) haben bei JuMu 2010 nun einen tollen zweiten Platz gemacht und …. JuMu ist nun gelaufen und die Notenbearbeitung, Video für Gitarre und mein Übungs-mp3 stelle ich für Interesierte temporär zur Verfügung.

Viele Grüße
Erich

Chris Thile – Tabs bei MandoZine

Chris Thile ist den meisten Mandolinespielern bekannt, … hoffentlich.

Mein Sohn (8) versucht gerade den von mir aufgeschriebenen Anfang von „Song for a Young Queen“ zu spielen, – leider fehlt mir ab ca. Takt 20 alles weitere. Nun habe ich einen Hinweis im Web gefunden, Chris Thile – Tabs bei MandoZine weiterlesen

Kostenlose Noten in der Petrucci-Musiknotenbibliothek

Liebe Zupfer!
Liebe Mandolaliebhaber!

Oft werde ich angesprochen, ob auch Cellosuiten von Bach auf der Mandola spielbar sind.
Doch viele scheuen den Kauf von Noten, die für Streicher komponiert wurden. So wird oft das Ausprobieren der Stücke auf der Mandola gehemmt.
Daher möchte ich Euch folgende Internetseite empfehlen:
http://imslp.org/wiki/Hauptseite
Diese virtuelle Petrucci-Musiknotenbibliothek enthält alle gemeinfreien Partituren, sowie Notenausgaben von Komponisten, die ihre Werke der Welt gerne kostenlos zur Verfügung stellen möchten. Darüberhinaus möchte diese Bibliothek zum Austausch musikalischer Ideen anregen – sei dies in Form von Partituren oder anhand einer Analyse von Kompositionen. Wichtig aber! Urheberrechte waren. Manche Kompositionen sind nicht freigegeben, da die Zeit für eine freie Nutzung nicht abgelaufen ist. Bei Bach seit ihr aber auf der sicheren Seite.
Elke Limbach