Nordic Mandola

Ja, bei dieser Bezeichnung landet man mit Google immer bei

Simon Stålspets, dem Mandola-Spieler aus dem Stockholm Lisboa Project

Wie den Bildern auf deren Homepage zu entnehmen ist diese Mandola ganz anders als dass, was man hier in Deutschland als „Mandola“ kennt.

Schöne Bilder findet man auf deren Homepage oder vom Konzert in Bad Honnef unter „migrapolis.de„, von denen ich 2 Bilder, auf denen ich jeweils mit meiner Mandola zu sehen bin, unten eingeblendet habe.

Simon Stalpets (die andere Mandola wird von mir gespielt)
Simon Stålspet (die andere Mandola wird von mir gespielt) Fotos © Schmiedel, Verwendung der Bilder mit freundlicher Genehmigung von Migrapolis-Deutschland.
Session Simon Salpets, Erich (Autor) und Filipp Jers (Fotos © Schmiedel)
"Blues-Session" mit Simon Stålspet, Erich (Autor) und Filipp Jers (Fotos © Schmiedel, Verwendung der Bilder mit freundlicher Genehmigung von Migrapolis-Deutschland.)

Nun die Innovationen:

1. Zusätzliche tiefe Saiten mit längerem Hilfsgriffbrett
Auf der Griffbrettverlängerng wird nicht gegriffen. Es befinden sich hier kleine  eingelassene Gewinde, in die Simon bei Bedarf zwischen den Stücken Rändelschrauben reindreht, die Saite dadurch auf das Griffbreitt runterdrückt  und somit die Grundstimmung der Saite verändert, ohne sie zu über die Stimmmechanik zu verstimmen. Er hat immer passende Bass bzw. Wechselbässe verfügbar, ohne wie bei Gitarristen üblich, das Instrument zu verstimmen. … also ganz kurze und sichere Wechselzeiten ohne alzu großes Nachstimmen!

2. Zwischenbünde
Bei einigen Saiten existieren funktionale Zwischenbünde auf 1/3tel der üblichen Bünde. Dadurch können Sechsteltöne gespielt und Slides und Bendings imitiert werden, … wer schonmal auf einer Mandoline versucht hat ein Bending zu spielen, weiß, dass das nicht wirklich funktioniert. Mit den Zwischenbünden hört es sich wenigstens so an. Leider stören sie anfangs etwas beim Greifen von Akkorden, … wenn man es nicht gewohnt ist.

3. Stimmung
Die Hauptsaiten sind C, G, D, A gestimmt, eine zusätzliche tiefere Saite wird als tiefes D gestimmt. .. sofern ich mich noch erinnern kann… zur Not werde ich nochmal bei Simon nachfragen…

4. Tonabnehmer
die Mandola muss mit Tonabnehmer und Verstärker gespielt werden, da sie auf Grund des etwas kleineren Korpus keine Bässe erzeugen kann.

Die Bespielbarkeit, Verarbeitung sind erstklassik.

Die Innovationen machen aus der Mandola ein Instrument, welches sich in einer Combo weitreichend durchsetzen kann. Simon spielt Wechselbass, Akkorde und Melodiefragmente, so wie man es von Fingerstylespezialisten her kennt. … eben aber mit Plektrum und Mandola.

Simon hat beim Konzert im Feuerschlößchen in Bad Honnef (2009) noch ein Dunlop-Gitarrenplektrum verwendet, … ein geschliffenes Wolle-Plektrum hab ich mal da gelassen… abwarten.

Insgesamt erinnert die Nordic Mandola an eine sehr sehr gute Irish Bouzouki,  einem ebenfalls neuen Instrument.

Bei weiterer Suche im WEB fand ich dann noch die „Swedish Bouzouki“ von Ale Möller, ebenfalls aus Stockholm. .. welch Zufall..

Hier kann man die Griffbretterweiterung deutlicher analysieren (externer Link!!)

Sein Instrument gleicht der Nordic Mandola wie ein Ei dem Anderen,  ich gehe daher kann davon aus, dass es sich um den gleichen Instrumentenbauer und um das gleiche Modell handelt.

Auf Nachfrage zum Instrumentenbauer bei Simon:
Christer Ådin is the name of my luthier and he lives on the West coast in Sweden in a tiny village called Grebbestad.

Hier noch ein Auszug aus einem Interview, … mit Preisangaben..

Kontaktdaten über „Ådin & Ekvall“ , .. einfach mal googlen…