Welche Tonabnehmer verwendet Ihr in Euren Mandolinen, Mandolen oder Bouzoukis??

Hallo zusammen,

selbst habe ich schon einiges ausprobiert, – Bridges selbst gebaut oder Single-Coils in E-Mandolinen ausprobiert.

Habt Ihr Empfehlungen? Was verwendet Ihr? .. einfach zurückmelden oder kommentieren. .. Leave a comment…
Gruß
Erich

 

Mein Fazit nach dem Einbau eines B-Band AST 1470 war eher ernüchternd.
Ich suche den Fehler aber nicht beim Hersteller sondern bei mir. meine mandola hat nur ein sehr kleines Schalloch. Ein nachträglicher Einbau wäre nicht möglich gewesen und die von mir gewählte Position zwischen Steg-Auflagepunkt und Schalloch ist wohl nicht optimal.
Ggf. liegt es auch an meiner ausgelagerten preamp Elektronik des ASTs, …
Aktuell verwende ich lieber meine AKG Kondensator-Mikrofone, die ich einfach von außen auf das Instrument richte. Meine Lieblingsposition für einen neutralen Sound: von oben-vorne auf den Halsansatz / Decken-Übergang gerichtet.

Als nächstes werde ich mal ein Bläser-Clip-Mikrofon ins Instrument einbauen und damit testen.

 

Bilderserie zum Bau einer Rundbauchmandoline (Calace / Suzuki) (3/2011)

Am Dienstag Abend hatte ich endlich nochmal Zeit Herrn Kroeber zu besuchen. (Artikel vom 31.3.2011)
Dabei konnte ich dann ein paar Photos mit der Handy-Kamera machen.

Ich hoffe, dass ich die Serie chronologisch – oder wenigstens sinngemäß zusammengestellt habe. Die Bilder sind soweit selbsterklärend, wenn man die Pläne aus dem Artikel Bau einer Rundbauchmandoline gelesen hat. ( http://www.mandolinen-museum.de/mm/?p=374)

Die Späne werden auf dem Model aneinander und auf den Holzklotz und Halsfuß geleimt.

Model mit Spänen

Nägel können nur in dem Bereich verwendet werden, der später verdeckt oder wie das Ende des Halsfußes dann abgesägt wird.
Bilderserie zum Bau einer Rundbauchmandoline (Calace / Suzuki) (3/2011) weiterlesen

Nun baue ich mir meine Mandola selbst (3)

Halsrohling und Zargen sind vorgebogen und abgelängt.
Der Halsrohling besteht aus Mahagoni, der Halsfuß wurde aus mehreren Lagen geleimt.
Eine Verstärkung des Halses haben wir erstmal nicht vorgesehen.

In den spanischen Halsfuß werden die Zargen reingesteckt und verleimt.

Hals und Zargen

Nun ist auch der untere Block eingeleimt und der Halsfuß passend gemacht worden.

 

Klotz eingefügt

 

Halsfuss Plan

Die Mandola erhält einen spanischen Halsfuß.
Der Schlitz „a“ in den Halsfuß wird aber nicht im 90Grad-Winkel durchgeführt, sondern leicht schräg gesetzt, so dass der Hals leicht nach hinten gekippt werden kann.
Der Winkel „b“ des Schlitzes entsteht durch die gerade Weiterführung der Zargen.
In der untersten Ansicht, sieht man, dass die Mittellinie des Schlitzes um 5 mm versetzt ist.

 

Den Schlitz kann man mit einem dickeren Sägeblatt sägen.

 

Wiki-Leaks, – Pläne und Schablonen für eine Bauchmandoline, … die ersten im Internet?

Geheimnis gelüftet?

Ein Hobbyinstrumentenbauer aus Köln hat mir seine Schablonen und Pläne zum Bau einer Mandoline im Stil einer Calace von 1911 zum frei zur Verfügung gestellt.

Ein paar Fragen sind  noch offen und werde diese bei Herrn Kroeber noch klären. – sobald die Punkte geklärt sind, werden hier wohl die ersten Pläne einer Bauchmandoline im Stil einer Calace von 1911 im Internet zur Verfügung stehen.

Herr Kroeber hatte damals eine alte Calace und hat diese dann als Vorlage verwendet und dann die Calace verkauft.
Dazusagen muss man, dass Herr Kroeber einige Gitarrenbaukurse, u.A. bei Romanillos besucht hatte und auch das Vorgehen als Werkzeugmacher genau geplant hatte.

Weiteres wird folgen…

Herzlichen Dank schonmal an Herrn Kröber!

Unter dem Link findet man eine Auflistung der Pläne!

http://www.mandolinen-museum.de/mandolinen/kroeber/calace1911/index.html

Wie baut man den runden Korpus einer Mandoline?

… über einer massiven Form aus feinen Holzstreifen.
Bei der Mandoline werden die Späne über ein Vollholz oder schichtverleimtes Model gezogen und nur auf Klotz (rechts mit Schraube)  und Halsfuß (links mit Klemmen) verleimt.

Späne auf Model (Form)
Späne auf Model (Form)

 

Die Form wird aus mehreren Schichten Fichten oder Kiefernholz, – oder aus MDF gebaut.

Die Schichten sind in den nächsten Bildern nur schlecht als waagerechte Linien erkennbar. Die aufgemalten Linien entsprechen den Rändern der Späne.

Jedes Model hat seine eigene Form, daher ist die Form der Späne bei jedem Model, sogar die der linken und rechten Seite unterschiedlich.
Die Form der Späne kann man auf dem Model selbst mit einem Biegelinial anzeichnen.
Wenn alle Späne aufgezeichnet sind, kann man die Flächen für die Späne wieder flach schleifen.
Um die Form der Späne auf  die Holzstücke zu übertragen verwendet man Pergamentpapier oder ein ähnliches durchsichtiges Papier.

Hier sieht man die (leicht gewellten) Vorlagen der Späne für die linke Seite des Korpus aus Pergamentpapier (Bauzeichner-Papier).

Vorlagen für Späne

 

 

Im nächsten Bild  kann man links die Markierungen für die Kappe erkennen.

De Form hat am Halsfuß 3 Bohrungen, so dass der Halsfuß während des Baus fest mit der Form verschraubt werden kann.

Die Späne werden als dem Halsfuß verleimt und am später abgesägten Ende auch genagelt.
Die Halbrunde Platte rechts ist absichtlich etwas kleiner als die Form und verhindert, dass Leim vom Halsfuß bis zum Form vordringen kann.
Der Halter (unten) bietet die Möglichkeit, die Form fest einzuspannen.

Model (Form) mit Halter)
Model (Form) mit Halter)
Model, von innen, 3 Schrauben für Halsfuß

Hier nochmal eine Übersicht:

Model, Halsfuß, Reststück
Model, Halsfuß, Reststück

 

 

 

 

Nicht nur der Halsfuß, auch der Klotz werden durch Schrauben von innen gehalten.
Für den Klotz wurde ein Platz im Model vorgesehen.
Der Klotz kann aus Ahorn oder einem anderen festen Holz bestehen und wird am Model festgeschraubt und dann die Übergänge zwischen Model und Klotz so bearbeitet, dass die Späne später sauber darüber befestigt werden können.
Auf dem Klotz sollte man die Position bzw. den Punkt an dem alle Späne zsuammenlaufen sollen ganz genau ausmessen und aufzeichnen.

Reservierter Platz für den Klotz im Model

wie man erkennen kann, wird der Klotz später durch die Kappe überdeckt.

 

Und die Zierspäne????

Zwischen den Spänen werden meist noch dünne zierspäne gesetzt. Warum?
es gibt da aus meiner Sicht eine einfache Erklärung, – wenn man die Späne 1000%  aufeinander passend setzt braucht man garkeine Zierspäne, – aber eben auch viel zeit.
Einfacher ist es, wenn man die Späne erstmal nur 100%tig aneinanderleimt und auf Klotz und Halsfuß leimt. Später zieht man zwischen den Spänen mit einer Japansäge dann vorsichtig eine Nut und setzt dort einen Zierspan rein. Falls die Späne mal nicht 100% parallel aneinander lagen wird diese Unregelmäßigkeit durch die Nut und den Zierspan wieder verschlossen bzw. ausgeglichen. .. ich werde es mal selsbt ausprobieren.
Da beim „Aufsägen“ der ggf. noch groben Fuge zwischen den Spänen entsprechende Kräfte auftreten, würde ein Mandolinenkorpus ohne darunterliegendes Model sicher sehr leicht beschädigt werden. Auf den Models, die ich bei Mandolinenbauern sah, konnte man deutliche Sägespuren vom Einsetzen der Zierspäne sehen. Leider fehlt mir bisher eine entsprechende Abbildung.

Zur Bearbeitung des Korpus benötigt man nicht nur ein Model. Für die Bearbeitung des Innenraums und das Ansetzen des Halses verwendet man besser einen speziellen Halter wie hier von Herrn Kroeber.

Workbench für Mandoline (Kroeber)

 

 

 

Wie wird es bei anderen Instrumenten gemacht???

Alternativ findet man etwas zu anderen Instrumenten…

Die einzelnen Bauweisen des Bauchs einer OUD, Baglama (Saz) und Bowlback-Mandoline unterscheiden nach meiner Erfahrungen wie folgt:
OUD oder Laute:

Der Korpus wird ganz ohne Model gebaut. Die Rippen werden an Halsfuß und unterem Klotz nacheinander festgeleimt und untereinander verleimt. Die Fixierung kann mittels Klebeband untereinander und mittels kleinen Nägeln auf dem Halsfuß und uterem Klotz erfolgen.
Es werden keine Zierspäne zwischen die Rippen gesetzt.
Bilder: hier

Baglama, Saz und ggf. auch Oud

Hier verwendet man auch den Klotz und Halsfuß zur Fixierung der Späne, zieht die Späne aber auf ein leichtes Model (engl. Mold), welches nur aus wenigen verstrebten Brettern besteht. Man kann hierbei immer noch die Späne direkt miteinander mittels Klebeband oder Gummibändern fixieren. In einigen Videos sieht man, wie der Instrumentenbauer die einzelnen Späne mit kleinen Nägeln oder Pins auf dem Model fixiert. Der Vorteil ist, dass man das Model sehr leicht auf einem beweglichen Geleng montieren kann und in die optimale Arbeitsposition bringen kann. Zusätzlich erhält der neue Korpus einen Gegenhalt und kann mit mehr Kraft z.B. beim Schleifen und Abziehen bearbeitet werden.

Wie sich die Arbeitsweisen doch unterscheiden, … in Punkte Professionalität….

Eastman (China?)
http://www.youtube.com/watch?v=4CBG2gt2byA

Baglamabau (Türkei?)
– alle Rippen werden gleichzeitig gebogen
– die Form der Rippen wird auf einem großen Schleifteller mit Absauganlage hergestellt
http://www.youtube.com/watch?v=nnv0k-ocKeY&feature=related

Hier noch ein Baubericht für eine OUD, zum Nachlesen auf Englisch!

und hier eine andere Variante des Biegens beim Oud-Bau
– die Rippen werden grob in Form gebracht (Bandsäge)
– die Rippen werden einzeln gebogen und mit dem Hobel Nr. 5 in Form gebracht.
– die Kontrolle, ob der Winkel auch passt, erfolgt über einen liegenden Spiegel auf Augenhöhe (2:23)
– dann passen die Rippen auch ohne Zierspan!
– Von Außen werden die Rippen dann noch mittels eines heißen Eisens nachgebogen oder geglättet.
http://www.youtube.com/watch?v=Et4N1spOAT0&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=GpicPJYRb6Y&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=VCop5dj8WAo&feature=related
http://www.youtube.com/watch?v=ApVPQ2bM2WM&feature=related

Das Nachbiegen oder Glätten der Rippen mittels eines heißen Eisens hatte ich mal auf einem Foto aus der
Calace-werkstatt oder einem Video gesehen.

Hier noch eine optimale Präsentation einer Baglama!
http://www.youtube.com/watch?v=EMY_j2WVnjs&feature=related
.. so etwas habe ich mit Mandoline noch nicht gesehen.

und USA? 50 Tools für Gitarrenbaueer
http://www.youtube.com/watch?v=4LZSSya3ZZQ&feature=related

Rip-Bending?
http://www.youtube.com/watch?v=rvsdS9sbuq0&feature=related

.. ich selbst habe das Biegen erstmal nur mit Resthölzern getestet.
.. mit dem Heißluftfön geht´s nur bei kleinen dünnen Stücken.
Mit meinem selbst gebauten Bending-Iron (50Euro Material) geht´s besser. … hab aber nicht gewartet bis es richtig heiß war.

Bilder folgen…

Nun baue ich mir meine Mandola selbst (1) (Mandola-Plan zum Download)

Mein Lieblingsinstrument, eine frühe Seiffert-Mandola, habe ich nur als Leihinstrument. Da ich mit dem Hausbau fast fertig bin, hab ich mir direkt ein Nachfolgeprojekt gesucht. Eigentlich wollte ich die Mandola irgendwann 2011 mal 1:1 nachbauen. Auf der Suche nach Tonholz (Tonewood) bin ich im Web auf die Workshops von Felix Reuter (http://www.gitarre-selber-bauen.de) gestoßen.
Nun baue ich mir meine Mandola selbst (1) (Mandola-Plan zum Download) weiterlesen

Mehr Details und Bilder der Nordic Mandola

Noch immer bin  ich fasziniert von der Nordic Mandola ( oder Swedish Mandola), die von einigen schwedischen Musikern verwendet wird.
(… ich berichtete schon von Stockholm-Lisboa-Project)
Damals hatte ich im Halbdunklen nur einige unbrauchbare Photos gemacht.
Heute habe ich viele Detailphotos im web gefunden. Damit müßte man dieses Instrument locker nachbauen können.

Im Gegensatz zu einer Oktav-Mandola oder Bouzuoki hätte man immer noch die gewohnte Mensur. Ich selbst würde auf die 1/3 tel-Ton -Zwischenbünde verzichten. .. ich hatte veruscht, Akkorde auf dieser Art von Mandola zu spielen. – nicht für mich spielbar.

Falls ich mir mal eine eigene Mandola bau, – oder bauen lasse, wird sie mindestens 2 Saiten als Theorbensaiten, also mit verlängertem Griffbrett erhalten. …  Stimmung, – wenn die Pins gesetzt sind, wäre C-G-D-A-E, ohne Pins dann A-F-D-A-E …. das bietet viele Spielräume…

Auf dem Bild sieht man schön die zusätzlichen Bünde und die Gewindelöcher für die Pins, mit denen
die Saiten statisch unten gehalten werden.
Open String-Tunings werden einfach durch umsetzen der Pins erreicht, nicht durch versstimmen des
Instruments!!

Viel Spaß beim Stöbern….

Wie viele Mandolaspieler gibt es eigentlich in Eurem Verein, Zupforchester etc.? Bei uns sind es nun 6 ständige Mandolaspieler.

Deutsche Rundbauch-Mandolinen

Die hier beschriebenen Mandolinen stellen eine eigene Art des Mandolinenbaus dar, der in der Formgebung etwas an die Banjos erinnert. Der Korpus ist ähnlich dem Kessel eines Banjos konstruiert und weicht deutlich von dem einer (optisch ähnlichen) Domra ab.

Neben den äußerlichen Ähnlichkeiten zu einem Banjo wurde auch eine Verstrebung zwischen Halsfuß und Klotz (der Klotz, an dem Gurtpin und die Saitenhalter hängen) verspannt. Diese Verstrebung sorgt für eine bessere Statik und längere Haltbarkeit der Decke, ohne den Saitendruck auf den Steg zu verändern. Die Mandolinendecke sind 2 Kräften ausgesetzt, a) die kraft auf die Decke durch den Saitendruck auf den Steg über den die Saitenschwingungen übertragen werden sollen, und b) in Längstrichtung durch den Saitentzug. Die Kraft des Saitenzugs soll durch die Verstrebung vermindert werden.

Bauanleitung für diese Mandolinen bekam der Hobby-Mandolinenbauer Hubert Stoffels von einem anderen Ibnstrumentenbauer mit dem Namen Hübert aus Kamen-Heeren (Stadt Kamen).
Ebenfalls baute der Mandolinenlehrer von Hr. Stoffels, Herr Maßen aus Pier (Gemeinde Inden) auch diese Mandolinen.
Auch baute der Instrumentenbauer Herr Kröber (Köln) diese Mandolinen.
Die Bauphase der Mandolinen von Hubert Stoffels, die hier dargestellt werden, war ca. 1992 – 1995.

Die Mandolinen von Hubert Stoffels sind teilweise nach Herringen in ein Zupforchester gegangen und werden dort heute noch gespielt.
Im großen „Zupforchester-Band“ sind einige seiner Mandolinen abgebildet.
Nach gleichen Muster hat er auch eine Mandola entwickelt und wird heute im Zupforchester-Herringen gespielt.

Bilder einer Rundbauchmandoline