A great Mandolin-Builder – John Sullivan Video – & Einfluss auf mein Mandolinenprojekt

John Sullivan zeigt zu Anfang, wie die rohen Holzstücke klingen sollten.

Wirklich mal eine besonders Hörerlebnis!

http://www.youtube.com/watch?v=aKJjpE2infY

Wer mal Calace von innen sehen will, findet in den ersten Minuten in diesem Video einige nette Details!

http://www.youtube.com/watch?v=GYNQKNtgjTY

 

Aktuell habe ich bei meiner Mandoline das Problem,..

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Aus einer Gitarrenlaute wurde ein Mandoloncello – Bautagebuch

Meine Mandoline ist zu 99% fertig, das Feintuning fehlt noch. Wenn es soweit ist, werde ich auch ein paar Hörproben hier posten.
Mein Ziel, mehr über Mandolinen, Musik  und den Mandolinenbau zu publizieren komme ich so langsam etwas näher. Wie man an meiner Mandoline und Mandola sehen kann, muss man das Handwerk nicht unbedingt erlernt haben um sich ein einfaches Instrument zu bauen –  man könnte auch sagen, dass es einfach Glück war. Aber mit dem Hobby bin ich nicht alleine. Sogar schon im Pre-Internet-Zeitalter, in dem es viel schwieriger war,  an all die Informationen zu gelangen, wurden Mandolinen von Laien gebaut.

Aus dem Nachlass von Friedrich Kroeber, der leider Anfang des Jahres (2012) verstorben ist, konnte ich einige Bautagebücher übernehmen.

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Vorsicht vor umgebauten CALACE-Mandolinen

Auch Calace hat unterschiedliche Produktlinien geführt. Einfachere Mandolinen für das Orchester mit einem Griffbrett, das nicht ins Schalloch reinreicht und Solisten-Instrumente, die ein Griffbrett hatten, die das Schalloch überdecken und besondere Griffbretteinlagen haben.

Ich konnte vor einigen Wochen eine alte Calace-Mandoline im Aachener Raum entdecken, an der man diese Merkmale nachträglich umgemodelt hat, um dann beim Verkauf einen höheren Preis zu erreichen. Aus dem Orchestermodell hatte man ein Solistenmodell gemacht. Den Umbau erkennt man ggf. an einem zu hoch gesetzten neuen Griffbrett. Scheinbar haben die „Umbauer“ nur eine Lehre für Griffbretter mit einer Mensur die ca. 33cm lang ist. Dadurch wandert der Sattel 1-2 cm in Richtung Mechanik und über den Knick Hals-Kopf hinaus, was durch zusätzliches Furnier kaschiert wurde. Der Steg wandert ein paar Millimeter weiter zum Knick in der Decke, so dass das Instrument nun schlechter spielbar und sicher auch durch die falsche Stegposition schlechter klingen wird.

Der Sattel steht normalerweise direkt über dem Knick zwischen Hals und Kopf, den man bei Calace sauber am wechselnden Furnier und auf der Kopfseite aufgesetzten helleren Holzstück erkennen kann. Dieses Holzstück hatte aber seine alte Position behalten und lag nun unterhalb des ersten Bundes, also viel zu tief.

Zusätzliches Perlmutt als Griffbretteinlage ist als zweiter Indikator für Solisteninstrumente eingesetzt worden. Seitlich befinden sich aber noch die alten Augen.

Hier ein Bild einer Original-Calace, bei der das Griffbrett original ist!

 

Ich fände es besser, wenn Restauratoren einem Ehrencodex folgen.

Sobald ich die Mensur für alte Calace-Mandolinen herausgefunden habe, werde ich sie hier noch zum Vergleich aufführen.

Bilder von Calace-Mandolinen findet man weiterhin unter Google, so dass ein Vergleich möglich sein sollte.

 

Es gibt natürlich auch Instrumentenbauer, die den Korpus bzw. nur die Muschel einer alten Mandoline weiter verwerten und ein neues Orchester- oder Schülerinstrument darauf aufbauen. Diese Möglichkeit der Verwertung alter Ressourcen finde ich wesentlich besser als ein Ummodeln zu einem anderen Modelltyp oder eine Umwidmung zum Dekorationsstück.

Vincenzo Miroglio & Figli – Mandoline

also,

mein Sohn fing mit Mandoline ca. 2006 an. Leider hatte ich keine Mandoline für einen sechsjährigen. Auf keinen Fall sollte er mit meiner Mandoline anfangen.
Also hatte ich bei ebay eine einfache „Figli“ erstanden und mittels neuer Saiten und Bearbeitung des Stegs spielbar gemacht.

Die Mandoline stammt vom Herstellers Vincenzo Miroglio & Figli aus Sizilien (Catania) und wurde zwischen 1920 u. 1960 gebaut. Dieses einfachere Modell ist weit verbreitet, hat oft kein Hersteller-Label eingeklebt und wird auf Grund des Standard-Saitenhalters „Marcelli“ falsch zugeordnet.

Optisch hat man das Modell an die Embergher-Mandolinen angelehnt.
Der Hals ist sehr dünn und war ursprünglich eher dreieckig.
Der Halsansatz des Korpus geht gerade in den Hals über.

Im Gegensatz zu einer Embergher ist das Griffbrett hier gerade und nicht gebogen.

Das Griffbrett ist bei den Figlis, die ich gesehen habe, zu tief angesetzt. Dadurch verschiebt sich die optimale Position des Stegs auf der Decke auf – oder hinter den Knick der Decke und macht eine bundreine Einstellung unmöglich. Das Griffbrett hatte ich dann nach der Demontage höher aufgeleimt, so dass das der Steg nun korrekt steht und das Instrument auch „bundreiner“ ist.

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Meinel & Herold Mandola

Vor ein paar Jahren habe ich die folgende Mandola geschenkt bekommen und restauriert. Sie hatte jahrelang im Keller gelegen und war in einem schlechten Zustand.
Auf der Kopfplatte gab es noch ein Blechschild „MEINEL & HEROLD Musikinstrumentenfabrik und –vertrieb Klingenthal/Sa.“ welches ich aber nicht mehr angebracht hatte.

Die Muschel war wohl schonmal früher gerissen und jemand hatte sie kurzer Hand mittels Epoxy oder einem Zweikomponentenkleber geklebt. Dabei hatte man augenscheinlich nicht darauf geachtet, dass die beiden Seiten des Risses nicht sauber aufeinander paßten.

Ich hatte 2 Möglichkeiten, a) die Reparatur zu ignorieren – oder b) den Riss zu öffnen, das Holz zu ersetzen. .. .ich war etwas fault und habe a) gewählt.

Damit der Riss mit dem Material nicht mehr sichtbar war, habe ich den Korpus dunkel und etwas rustikal lasiert.

Folgendes wurde erneuert:

– Lack, alten Lack mittels Ziehklinge abgezogen.
– Bünde
– Mechanik ( von ebay, m-g-p)
– Saiten (Thomastik, oder Lenzer), weich
– Saitenhalter (alter gleichwertiger Saitenhalter aus Sammlung)
– Der Hals wurde um mehrere Millimeter dünner gemacht, so dass er nicht mehr dreieckig, sondern hinten runder ist.

 

Hier kann man den Korpusriss deutlicher erkennen.

Das Instrument wird heute von meinem Sohn genutzt und hängt in seinem Zimmer, – jederzeit griffbereit.

Im Gegensatz zu meiner selbst gebauten Mandola ist diese Mandola sehr sehr leise.

Bei Ebay war das gleiche Modell 2008 bis 2009 öfters zum Kauf angeboten worden. Den geforderten Preis von ca. 350 Euro hätte ich für meine Mandola auch nach der Restaurierung nicht gezahlt, denn der Klangunterschied zu aktuellen Modellen ist zu groß. Im Orchester bin ich mit dem Instrument untergegangen.

Der Fertigungszeitraum des eBay-Instruments wurde von einem Fachmann auf zw. 1925 – 1940 geschätzt.

Beim Lack bin ich heute vollständig auf Schellack umgestiegen, so dass ich heute gerade die Decke wesentlich schöner hinbekommen hätte. Der neue Lack hatte nicht sauber auf der alten Decke gehaftet.

 

Hurra, ich bin nicht alleine

.. klar bin ich nicht allein.

Bei ebay habe ich heute noch einen anderen Mandolinenbauer gefunden, der es auch mal mit einem runden Modell aufgenommen hat.

http://www.ebay.de/itm/Barockmandoline-Mailander-Mandoline-Eigenbau-/221129058036?pt=Streich_und_Zupfinstrumente&hash=item337c51a6f4

Hoffe, dass wir mal In Kontakt kommen und Informationen austauschen können.

Gruß
Erich

 

admin @ mandolinen – museum . de

Große Musiker auf kleiner Bühne – „npr.org“ bei Youtube

Ich liebe Kleinkunst. Ich war in meinem Leben auf unzähligen kleinen Konzerten.
In meiner alten Heimat Düren und Aachen gab es immer genug Konzerte um Livemusic zu erleben.

Wie man auf meiner Webseite ggf. bemerkt hat, habe ich bisher nur sehr selten Tips bezüglich Youtube-Videos gegebn, nun folgt die Ausnahme.

Der Channel von npr.org hat es mir angetan.

Neben Chris Thile sind viele andere bekannte Musiker zu finden.

 

http://www.youtube.com/watch?v=F_CKeb2gPQ8&feature=relmfu
http://www.youtube.com/watch?v=O7EcT5YzKhQ&feature=relmfu
http://www.youtube.com/watch?feature=player_embedded&v=BgqAmZHkkTg#!
http://www.youtube.com/watch?v=wKd0HNg1kFQ&feature=relmfu

 

Neues Video – Rundbauch-Mandoline

Bau einer Rundbauch-Mandoline

aktuell versuche ich meine erste Rundbauchmandoline zu bauen.
Es geht mir hier vor allem darum, mal die verschiedenen Verfahren zu testen.

Model (Korpus-Rohling)

Als Model hatte ich mir die leichtere Variante ausgesucht.
Vorteile:

  • leichtere Handhabung, denn es ist nicht so schwer wie ein Vollholz-Model
  • leichtere Anpassung an Formänderung, einfachere Korrekturen
  • Halter, Fixierer können an den Brettern des Models befestigt werden

Nachteil:

  • bei einem Vollholzmodel hätte ich an jeder beliebigen Stelle Halter und Fixierer befestigen können und somit die Späne sauberer setzen können
  • Bei einem Vollholzmodel hätte man die Form jedes Spans mittels Durchpauspapier sauber abnehmen können. Ich konnte nur die grobe Form ableiten
  • Wenn man ein Model verwendet sollte man es mehrfach lackieren, so dass kein leim ankleben kann!!! Ich habe 1 Stunde benötigt, um das Model aus dem Korpus wieder herauszulösen.

Fazit: Diese Variante würde ich wieder wählen, würde dann aber an kritischen Stellen noch Leisten in das Model einziehen und nochmals lackieren, so dass kein Leim anklebt

Aufbereiten der Späne

Die Späne habe ich auf einem Biegeeisen per Hand geboten. Ein kurzer Versuch mit Silikonmatte und einer Blechform hatte ich sehr schnell abgebrochen. Da fehlte mir die Geduld.
Später wurden die Späne auf einem großen Eisenhobel soweit notwendig passend abgerichtet und die Kante im richtigen Winkel geschliffen.
Zur Kontrolle wurde ein Spiegel verwendet.

Fazit: Beim nächsten Mal genauso wieder, dann werde ich aber die Späne besser ausarbeiten und passgenau miteinander verleimen und auf den nächträglichen Zierspan verzichten.

Zierspäne

Zierspäne habe ich erst nachträglich eingefügt. Dazu hatte ich jeweils eine Fuge zwischen den Spänen mittels Säge, Schlüsselfeile und kleinen Messern gezogen. Alternativ hätte ich die Späne vollständig durchtrennen und den Zierstreifen aus Furnier dazwischen setzen können. Letzte Alternative, – den Verzicht auf Zierspäne zwischen den Spänen erscheint mir im Nachhinein als wesentlich effizienter. Dazu müßte man die Späne sauberer ausarbeiten und miteinander passgenauer verleimen.

Vorteil meiner Variante:

  • Die Späne und somit der Rohkorpus konnte sehr schnell erstellt werden.

Nachteil:

  • Nachträglich eine kleine, nicht durchgehende Fuge einzufügen ist für mich sehr schwierig gewesen. Die Fuge sollte 3mm breit und ca. 1mm tief werden. Mit meinen Werkzeugen war das so nicht möglich. Eine kleine Schlüsselfeile habe ich so umgeändert, dass ich sie an der Stirn wie einen Hobel verwenden kann. Geigenbauer haben da ihre Adermesser und Adernausheber.

Fazit: Beim nächsten Mal würde ich die Späne sauberer biegen und sauber ohne Spalt Kante auf Kante leimen. Alternativ könnte ich mir einen dünnen Zierspan vorstellen und dann statt einer Fuge direkt einen Schlitz zwischen die Späne sägen.

Hals

Als Hals verwende ich ein abgelagerten Rohling. Der Rohling war zu schmal um kam nicht auf die von mir gewünschte Zielbreite von 31 mm am Nullbund. Kurzerhand habe ich den Rohling einmal durchgesägt und mit einem Palisanderkern aufgedickt. Nun ist er 33,5mm am Nullbund breit und ich kann nach dem Einleimen im Korpus noch auf 31mm zurück arbeiten.

.. ende offen