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Nachlese der Musikmesse 2010

hier meine kleine Nachlese der Musikmesse. Am Samstag hatte ich die Möglichkeit kurz auf der Musikmesse für ein paar Stunden reinzuschauen.

Einige Überraschungen habe ich gefunden.

1) die Topthemen: IPhone und Jamming:
das IPhone wird das Musik-Equipment verändern, vom Tonstudio, Jam-Player (jammit.com) , virtuellem Amp oder GuitarPro-Player (agilepartners.com). .. warum hab ich nur kein IPhone, gibt es da schon einen Mandolinen-App??? … kurze Kontrolle bei Google, ja eine Mandolinen-App gibts, hät ich nicht gedacht.
.. also zurück zur Musikmesse.
ah ja, das Thema Jamming stand auch ganz groß auf der Tapete! … falls man noch mit realen Musikern jammt, sollte man sich mal die Tools des Herstellers  JamHub anschauen. .. anschauen, nicht direkt kaufen.
JamHub hat es geschafft, mal einen Monitor-Mixer zu bauen, mit denen die Musiker sehr einfach zusammen jammen und jeder sich selbst optimal abmischen kann.  Jeder Musiker erhält einen eigenen Kanal mit Input und Headphone-Output. Jeder Musiker kann sich selbst einstellen, welche anderen Kanäle bzw. Musiker er hören möchte. Das Mischpult ist halbrund aufgebaut, so dass kein Musiker dem anderen den Weg zu seinem Kanal versperrt.  Für den Drummer steht eine Remote-Control mit den gleichen Funktionen zur Verfügung. Ich gehe davon aus, dass andere Hersteller sehr bald das Konzept kopieren werden. JamHub ist für Hobbymusikern, –  mir selbst fehlte daher eine Prozessor, der mein Gehör schützt, so wie man es von Telefonie-Headseats kennt! Eine Klangregelung fehlt ebenfalls.
Fazit: Tolle Idee, tolle Umsetzung und einfache Handhabung. Preis und fehlender Gehörschutzt bremsen die Kauflust mächtig.

2) Oktav-Gitarre bei Stoll Guitars. Eine sehr schöne kleine Oktavgitarre haben die da ins Programm genommen. Bezogen auf Ausführung paßt auch der Preis von ca. 1500€. Es wurde aber direkt Bereitschaft signalisiert, bei Bedarf das Instrument mittels anderer Ausführung im Preis zu drücken… sehr Kundenorientiert. Bilder folgen! (www.stollguitars.de)   … Oktavgitarren sind leider zu selten zu sehen. Wie soll man den sonst ein interessantes Gitarrenquartett zusammenstellen?  Die Oktavgitarre ist da der einfachste Weg eine Abwechslung einzubauen.

3) Die Düsenberg Mandola oder MandoGiutar, die kleine 12-Saitige Mandola in Gitarren-Oktavstimmung ist gelungen, der absolute Hingucker. Nach ein paar Akkorden über einen Amp war das Interesse am Instrument groß. Die Story hinter dem Instrument ist einfach; Eric Bazilian von den Hooters hatte das Instrument bei Düsenberg geordert und dort hat man sich gedacht, dass das Instrument in Serie gehen sollte. Als Mandolinen- und Mandolaspieler fand ich nur den Saitenabstand zwischen den Saitenpaaren etwas zu eng –  Strumming geht, Tremolo ist etwas schwieriger. … aber das spielt bei diesem Instrument keine Rolle, denn das Instrument ist bestens verarbeitet. Die Bünde werden per PLEG abgerichtet – hervorragend. Die Form des Halses gefällt und der Sound ist riesig. … ich empfehle jedem, der auch Gitarre spielen kann, das Instument mal anzutesten!!

4) Eastman -Mandolins, … ganz ganz schlechte Instrumente waren da auf der Musikmesse. Alle Modelle hatten Leimnasen (Schalloch-Steg)  oder Flecken im Lack. Leider geht man bei den Hälsen wieder zurück zu sehr engen und spitzen Hälsen, auf denen man Akkorde nicht mehr so gut greifen kann. … sehr schade. Baut doch bitte Hälse in D-Form und mindestens 0,5 – 0,8 cm mehr Halsbreite!

5) TENAYO, .. unter dieer Marke werden in Kürze ein paar unterschiedliche Mandolinen, Oktavmandoline und IrishBouzouki erscheinen. Leider waren die Instrumente nicht gestimmt. … schlecht vorbereitet!! Die Instrumente selbst waren gut verarbeitet. Nach kurzem Test stellte ich dann fest, dass man für Mandoline, Oktavmandoline und die Bouzouki den gleichen komsierten Steg und gleichen engen Querschnitt für den Hals verwendet.
Man hat mir zugesichert, dass man den Hals etwas breiter machen könnte, den Steg sollte man zumindest für die Mandoline überarbeiten, denn eine so starke  Kompensation braucht man nicht.
Aktuelle sind es ja noch Prototypen, … also abwarten, denn bei Thomann oder ebay werden die Instrumente sicher irgendwann auftauchen.

6) Noten, … eigentlich durfte man auf der Messe ja nix kaufen. Noten sehen aber genauso aus, wie Prospekte. Ich hab ein paar neue Noten.
Nicht gekauft habe ich den SammelLebenswerkschinken von Jesper Rübner-Petersen, welches jetzt bei MelBay erhältlich ist.
Übersichtlicher fand ich da schon das neue Gypsy Swing & Hot Club Rhythm II von Dix Bruce, welches den Einstieg in 12 Gypsy-Swing -Stücke bietet.

7) Software: PriMus, ein Tool wie ich es mir immer gewünscht habe.
Bei der Erstellung von Workshopunterlagen mußte ich selbst feststellen, dass man mit Officetools wie Word, Powerpoint und verschiedenen Notensatzprogrammen keine guten Unterlagen basteln kann. Der Bruch bzw. der Wechsel zwischen den verschiedenen Tools wird zum Geduldsspiel und zum Schluß hat man ein Notenbild, das man nicht mehr ansehen möchte.
Genau hier setzt Primus von Columbus Soft an und bietet ein Notensatz- und Layoutprogramm,  welches alle Medien optimal kombiniert, fast beliegige Formate importieren und Funktionen vergleichbar den  “Generaldokumenten” in Word kennt. Falls ich mal ein Buch für Musikschule erstellen müßte, würde ich dieses Tool verwenden.

8) Musikerziehung
baff, so heißt der Hersteller der Musikmöbel, die alle das System der Cajun integriert haben. Hier sind nicht nur Kinderstühle, sondern auch Erwachsenenstühlte erhältlich. Diese Möbel würden meinen Design erhalten. Ich hoffe, das diese Instrumente auch in normalen Kindergärten Anklang finden.

.. Bilder und Videos werde ich noch einfügen.

Liebe Grüße

Erich

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