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Nun baue ich mir meine Mandola selbst (1) (Mandola-Plan zum Download)

Mein Lieblingsinstrument, eine frühe Seiffert-Mandola, habe ich nur als Leihinstrument. Da ich mit dem Hausbau fast fertig bin, hab ich mir direkt ein Nachfolgeprojekt gesucht. Eigentlich wollte ich die Mandola irgendwann 2011 mal 1:1 nachbauen. Auf der Suche nach Tonholz (Tonewood) bin ich im Web auf die Workshops von Felix Reuter (http://www.gitarre-selber-bauen.de) gestoßen.
Nach kurzer Nachfrage, ob er auch ein solches Projekt unterstützen würde, bauen wir nun seit Dezember 2010 in seiner Werkstatt an dem nötigten Mandola-Plan (PDF) und Schablonen.
Boden und Decke sind fast fertig.
(Für Fehler im Plan übernehme ich keine Haftung!)

Diese Lösung paßt mir wesentlich besser als zu hause selbst zu bauen. Felix Reuter hat nur 1a-Werkzeug in der Werkstatt, – und für mich steht nun fest, dass vor einem guten Instrument erstmal gutes Werkzeug steht. Durch das gute Werkzeug kann man sich dann auch besser auf den Instrumentenbau konzentrieren.
Alle englischen Hobel sind immer super geschärft und dann ist das auch garkein Problem, wenn man mal eine Leiste aus dem vollen Holz herausarbeiten soll. .. braucht noch jemand Holzwolle??

Tipps:
1. Schablonen lassen sich gut aus Plexiglass aus dem Baumarkt oder aus billigen Plexi-Bilderrahmen herstellen
2. Beim Sperrmüll immer mal nach Holz suchen, Leisten und Material für Formen findet man immer wieder, … ich hab glatt ne Rauhbank gefunden.
3. Aus Latten aus Lattenrosten (Das Gestell unter der Bettmatratze) kann man gute Spannstäbe für das “Himmelbett” bauen. Die Latten einfach in Streifen von 1-1,5cm Dicke sägen… Aus dem Rest des Bettes läst sich ggf. das Himmelbett bauen.
4. Literatur: “The Mandolin Manual” von John Troughton   .. in diesem Buch sind viele Beschreibungen zum Bau einer einfachen Mandoline und Mandola enthalten. Preis/Leistung des Buchs sind sehr gut. Bei Amazon gibt es das Buch ab 24:99 Euro.

Vorbereitung der Form

Den Plan habe ich am PC erstellt, ausgedruckt und aus einer Plexiglasscheibe als neue Form ausgeschnitten.

Mit einer etwas besseren Stichsäge und dicken Blättern, – nicht Kurvenblätter nehmen!!, kann man ganz gut die Forma us den einzelnen MDF-Platten ausarbeiten.
Alle Platten übereinanderlegen und schon hat man die passende Dicke erreicht.


Aus den ausgeschnittenen Teilen kann man direkt die Spanner bauen und spart sich viele teurere Holzzwingen.

Mit der Schablone kann man sich den optimalen Bereich für die Decke aussuchen.

Hier steckt der Boden zum Leimen im Himmelbett. … erstmal nur die zentrale Leiste.
Oben sind die Spannleisten zu sehen, die man aus einem alten Lattenrost sägen kann.

Hier steckt der Boden zum Leimen im Himmelbett. …dann die Balken

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